Ich baue mir was

„Verspielt, märchenhaft, ausdrucksstark, schön, eigenwillig, bunt und schief“, so könnte man die vielseitigen Gebäude bezeichnen, die die Schülerinnen und Schüler der Kurse (Jhg. 6.5 und 6.6) im Kunstunterricht zum Thema „Ich baue mir was“ unter der Anleitung von Jutta Göner und Nicola Andreas geschaffen haben. Ausgangspunkt und Anregung für die Gestaltungen war die Architektur von Friedensreich Hundertwasser. Über verschiedene ästhetische Zugänge des künstlerisch-ästhetische Erforschens (des Wahrnehmens, Begreifens, Gestalt-Suchens, Entdeckens, Verstehens, …) erfanden und planten die Schülerinnen und Schüler spielerisch und fantasievoll Häuser und Gebilde. Nach unterschiedlichen Experimenten zur plastischen Materialerkundung, Entwurfsskizzen und Bildern führte das Modellieren mit dem zu formenden Material (mit Zeitungspapier und Kleister, Schuhkartons, Papierrollen, … ) zu überraschenden Lösungen. Rechte Winkel und gerade Formen wurden durch unregelmäßige, schiefe, geschwungene, wulstige, „betrunkene“ Abrundungen und Formen ersetzt, um die Bauten organisch zu gestalten. Zwiebeltürme, fantasievolle Turmbauten, bunt bemalte Fassaden und eigensinnige Fenstergestaltungen gaben den Häusern etwas „Märchenhaftes“.

Lyrik, Farbe und Winter

„Alles sieht so festlich aus“: Lyrik, Farbe und Winter werden zu einer runden Sache

Fächerübergreifendes Projekt Kunst- und Deutschunterricht in Jahrgang 5

„Ich brauch ‘nen kleinen Pinsel, sonst kann man die Krähen auf dem Baum nicht erkennen“, sagt ein Schüler mit skeptischem Blick auf das Pinselsortiment und trifft zielsicher seine Wahl. Einer von vielen weihnachtlichen Momenten in einem fächerübergreifenden Projekt in der Stammgruppe 5.6, in dem die Schüler sich kreativ experimentierend mit der Gestaltung ihrer persönlichen Winterkugel- zum Beispiel für den Weihnachtsbaum zuhause – beschäftigt haben.

Die 28 SchülerInnen der Stammgruppe hatten im Deutschunterricht bei Joachim Rathjens und Kai Hagedorn in den vorhergegangenen Wochen klassische und moderne Wintergedichte  kennengelernt und sich mit unterschiedlichen literarischen Perspektiven auf den Winter beschäftigt. Dabei wurden Gedichte gelesen, auf ihre Stimmung hin analysiert, als Vortrag „performt“ und sogar eigene, kurze Gedichte geschrieben. Als Abschluss dieser intensiven Arbeit erhielten die SchülerInnen die Möglichkeit ihre eigene Winterkugel mit winterlichen Landschaften oder auch abstrakt zu gestalten und ihren persönlichen Lieblingsvers aus einem der behandelten Gedichte auf der Kugel zu verewigen.

Die stolz präsentierten Ergebnisse der engagiert und akribisch gestalteten „Winterbilder“ sind, wie hier zu sehen ist, gelungene und individuelle künstlerische Interpretationen zur kalten Jahreszeit.

von Kai Hagedorn

„Meine Stadt und ich“

Ein kooperierendes Projekt im Seminarfach (Jg. 12) zur Einführung in die Filmproduktion von Jutta Göner und Marc Müller

Statt sich passiv vor die „Glotze“ zu setzen, wie Nina Hagen es 1978 in ihrem Songtext: „Ich glotz TV“ formulierte, gab das Filmprojekt: „Meine Stadt und ich“ von Jutta Göner und Marc Müller den Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrgangs die Chance, sich aktiv – nach dem Motto: „Ich mach TV“ – hinter oder auch vor die Kamera zu stellen oder sich am Schnittprogramm zu betätigen, um sich kreativ durch eigene Filmproduktionen auszudrücken. Auf diese Weise gewannen die Schülerinnen und Schüler erste Einsichten in die Produktionsabläufe von Film, setzten sich mit Einstellungsgrößen und Kameraperspektiven, Standorten und Charakterisierung von Personen sowie Kameratechnik, Schnitttechnik und Montage von Film auseinander.

Die Bilder zeigen die Schülerinnen und Schüler (Melina Rothe und Rene Klattenberg; Pepe Schäfer, Marlene Kurtgil und Nico Adamy; Emily Czarczinski, Marlene Kurtgil und Pepe Schäfer) bei der Filmarbeit.

Zertifikat – Filmlehrer

Zertifikatsvergabe der berufsbegleitenden Qualifizierung als Filmlehrer beim 14. up-and-coming Internationalen Film Festival in Hannover

Seit Juni 2016 hat Jutta Göner (Deutsch, Kunst und Darstellendes Spiel) an der berufsbegleitenden Qualifizierung zur Filmlehrerin des TASCHENGELDKINO – Film und Filmen in der Schule – teilgenommen. Profis aus der Filmbranche vermittelten in dieser Ausbildungszeit praktische Kompetenzen in Storytelling und Drehbuchschreiben, Kameraführung, Schnitt und Sound, Dokumentar-, Kurz- und Trickfilm. Nach acht Workshops hat Jutta Göner nun die Ausbildung mit einem eigenen Filmprojekt und einer Hausarbeit zum Thema „Meine Stadt und ich“ im Seminarfach des 12. Jahrgangs abgeschlossen und am 24.11.2017 das Zertifikat als Filmlehrerin erhalten.

Haute-Couture á la Prinzenpalais

IMG_1864Am 25. Mai 2016  besuchte der Kunstleistungskurs des 12. Jahrgangs (Jutta Göner) in Oldenburg das Prinzenpalais. Ausgehend vom Zitat von Oskar Wilde: „Man sollte entweder ein Kunstwerk sein oder eines tragen“  setzten sich die Schüler mit der Frage auseinander, ob Mode Kunst sei.  Vor Ort wurden zunächst ausgewählte Kunstwerke der Moderne betrachtet und hinsichtlich der Bildinhalte, aber besonders der Formen, Farben und Linienführung analysiert. Die Bilder der Moderne boten Ideen für ein neues Haute-Couture-Design. In einer Kreativaktion wurden Motive, Formen und Farben der Gemälde als Vorlage genutzt und im Bewusstsein der künstlerischen Idee bezogen auf die Model-Kleidung neu interpretiert. Dabei entstanden ausgesprochen kreative Entwürfe.

Gefährliche See

IGS Schüler präsentieren Kurzfilme zum Jubiläum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger setzten sich Schüler der IGS Wilhelmshaven mit dem Thema „Gefährliche See“ auseinander. Unter der Begleitung der Lehrerin Jutta Göner (Fachbereich Kunst/Darstellendes Spiel) und Norbert Ahlers vom Wattenmeer Besucherzentrum drehten Schüler des Darstellenden Spiels aus Jahrgang 9 drei Kurzfilme. Als Erzählformen wählten die Jugendlichen die Animation, das Schattenspiel und das Darstellende Spiel. In konzentrierter Arbeit und mit eindrucksvollem Engagement problematisierten die Schüler die Gefahren der Küste und des Meers. Über das kreative Videoprojekt gelang eine ungewöhnliche Annäherung an das Meer, die für alle Beteiligen in dieser Form neue Perspektiven eröffnete.Scherenschnitt

Scherenschnitt aus dem Silhouettenfilm „Stürmischer Ausflug“ von Johanna Gunkel, Dana Graßmann, Eric Gieseler, Lisa Sieger, Alina Strübing, Luca Wieting

Fotoprojekt mit der Kölner Künstlerin Johanna Reich

Unter Leitung der Medienkünstlerin Johanna Reich und der Begleitung der Kunstlehrerin Jutta Göner setzten sich 15 Schülerinnen (Jg. 9 bis Jg. 13) mit dem Einfluss von weiblichen Vorbildern (ihren Lebenswegen, Begabungen, Zielen, u. a.) auf das heutige Leben von Mädchen und jungen Frauen auseinander.
Die Schülerinnen sind im Werk Johanna Reichs ein wichtiger Bestandteil des künstlerischen Prozesses. Sie sind für die Künstlerin nicht nur einfache Teilnehmerinnen, sie werden durch ihr eigenes kreatives Handeln selbst Teil des Kunstwerks. Die Mädchen wählten für sich Bilder / Vorbilder berühmter Frauen aus, die sie aufgrund von Charakter, Lebenslauf oder Begabungen faszinieren. Die weiblichen Idole waren nicht nur die schönen, reichen und berühmten Schauspielerinnen wie Angelina Jolie oder Emma Watson, auch beeindruckende Schriftstellerinnen wie Astrid Lindgren oder berühmte Fotografinnen wie Lina Scheynius waren dabei. Auf der Suche nach ihren weiblichen Vorbildern entstanden ungewöhnliche Porträts. Das Porträt der ausgewählten Heldin wurde auf das Gesicht einer Schülerin mit einem Handbeamer projiziert und der Moment des „Eins-werden“ wurde von einer weiteren Schülerin mit einer Kamera fotografiert. Für einen Augenblick verschmilzt die Schülerin mit ihrem Idol zu einem eigenständigen Porträt. Den richtigen Moment für das Foto zu finden war die große künstlerische Herausforderung, denn nur das genaue Erkennen und Sehen schafft die eindrucksvollen überzeugenden Fotos. Das erstaunliche Ergebnis dieses Kunstprojekts ist noch bis zum 05.07.2015 in der Ausstellung „Das Publikum als Souverän. Partizipative Strategien in der Kunst heute.“ in der Kunsthalle Wilhelmshaven und im städtischen Außenraum auf Plakatwänden zu sehen.