Einführungsphase

Was ist die Einführungsphase?

Die Einführungsphase an der gymnasialen Oberstufe dauert ein Schuljahr und wird im Klassenverband durchgeführt. Je nach Zahl der Anmeldungen besteht die Einführungsphase an der IGS aus vier oder fünf Klassen mit jeweils 25 bis 30 Schülerinnen und Schülern. Die Einführungsphase hat die Aufgabe, auf den Unterricht in der Qualifikationsphase vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler werden in die Arbeitsweisen und Methoden der gymnasialen Oberstufe eingeführt. Durch das vermittelte Grundwissen sollen begründete Wahlentscheidungen (Wahl von Schwerpunktfächern, Abiturprüfungsfächern, weiteren Fächern) ermöglicht werden. Das Höchstalter für die Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe beträgt 19 Jahre (Aufnahme bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres). Über Ausnahmen entscheidet die Schule.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Einführungsphase sind der Erweiterte Sekundarabschlusses I, der i.d.R. im 10. Schuljahrgang einer Gesamtschule, eines Gymnasiums, einer Ober- oder Realschule erworben wurde, sowie der durchgehende Unterricht in einer zweiten Fremdsprache in den Schuljahrgängen 6 bis 10. Ist letztere Voraussetzung nicht erfüllt, ist die zweite Fremdsprache von der Einführungsphase bis zum Abitur durchgängig zu belegen.

Unterrichtsangebot in der Einführungsphase

In der Einführungsphase werden, die in der folgenden Tabelle aufgeführten Fächer in der angegebenen Stundenzahl unterrichtet (Pflichtfächer). Die wöchentliche Schülerpflichtstundenzahl beträgt mindestens 33 Unterrichtsstunden. Die meisten Fächer finden im Klassenverband statt, nur die Fächer Kunst, Musik, Darstellendes Spiel sowie Evangelische Religion und Werte und Normen und die zweiten und dritten Fremdsprachen werden in Kursen (also Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen) unterrichtet.

Die IGS Wilhelmshaven bietet die Fächer Kunst, Musik und Darstellendes Spiel als Wahlpflichtfächer an, aus denen die Schülerinnen und Schüler wählen können. Dabei belegt jede Schülerin und jeder Schüler eines der Fächer Kunst, Musik und Darstellendes Spiel ein Schuljahr lang.

Für die Fremdsprachenbedingungen gilt: Als weitergeführte Fremdsprachen werden die Fremdsprachen bezeichnet, in denen im Sekundarbereich I an versetzungswirksamem Unterricht (Pflicht- oder Wahlpflichtunterricht) teilgenommen wurde. Eine Fremdsprache, die im wahlfreien Unterricht im Sekundarbereich I erlernt worden ist, gilt nur dann als weitergeführte Fremdsprache, wenn am Ende des Schuljahrgangs vor Eintritt in die Einführungsphase mindestens die Note „ausreichend“ erreicht worden ist. Eine Fremdsprache, an der nur in Arbeitsgemeinschaften teilgenommen wurde, gilt nicht als weitergeführte Fremdsprache. Als neu begonnene Fremdsprachen werden Fremdsprachen bezeichnet, in denen erst von der Einführungsphase an am Unterricht teilgenommen wird. Eine in der Einführungsphase als Pflichtfach neu begonnene Fremdsprache ist in der Einführungsphase und der Qualifikationsphase durchgehend vierstündig zu belegen. Schülerinnen und Schüler, die im Sekundarbereich I keine zweite Fremdsprache erlernt haben, müssen in der Einführungsphase mit einer Fremdsprache neu beginnen und diese in der Einführungs- und Qualifikationsphase durchgehend vierstündig belegen. In der Einführungsphase müssen grundsätzlich zwei Fremdsprachen belegt werden, darunter mindestens eine fortgeführte Fremdsprache. Die Verpflichtung zur weiteren Fremdsprache kann in der Einführungsphase auf folgende Weise erfüllt werden:

  1. Schülerinnen und Schüler belegen eine weitere fortgeführte Pflicht- oder Wahlpflichtfremdsprache.
  2. Die Schülerinnen und Schüler belegen eine im Sekundarbereich I durchgängig besuchte Wahlfremdsprache.
  3. Die Schülerinnen und Schüler belegen in der Einführungsphase eine neu zu beginnende Fremdsprache vom Beginn der Einführungsphase an bis zum Abitur.
  4. Die Schülerinnen und Schüler, die den Unterricht in der zweiten Fremdsprache ab dem 6. Schuljahrgang durchgehend besucht haben und deshalb nicht mehr zur Teilnahme am Unterricht in einer weiteren Fremdsprache verpflichtet sind, und in der Einführungsphase die zweite Fremdsprache (z.B. Spanisch, Latein oder Französisch) nicht mehr belegen wollen, belegen eines der Fächer Kunst, Musik und Darstellendes Spiel
    • für ein Schuljahr (Pflichtfächer),
    • ein weiteres für ein Schuljahr (Wahlpflicht) und
    • ein weiteres für ein halbes Schuljahr (Wahlpflicht).

    Hinweis: Wird in der Einführungsphase eine Zweite Fremdsprache nicht belegt, kann in der Qualifikationsphase der sprachliche Schwerpunkt nicht gewählt werden. Im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt und im sportlichen Schwerpunkt kann zudem eine weitere Fremdsprache als Ergänzungsfach nicht gewählt werden kann.

Die Wahl von Zweiter Fremdsprache und Wahlpflichtfächern findet mit der Anmeldung statt, kann aber auch (vor allem mit Blick auf die Profilwahlen für die Qualifikationsphase) geändert werden.

Zu beachten ist: Als Prüfungsfächer können nur Fächer gewählt werden, die in der Einführungsphase mindestens ein Schulhalbjahr, bei Fremdsprachen das ganze Schuljahr lang belegt worden sind. Wird Sport als Prüfungsfach gewählt, so ist in einem Schulhalbjahr der Einführungsphase ein Sporttheoriekurs zu belegen.

Erläuterungen:

1) In der Übersicht werden bestimmte fachbezogene Besonderheiten (z.B. bei den Fremdsprachen) nicht berücksichtigt.

2) Wer in der Einführungsphase mit einer Fremdsprache neu beginnt, hat in dieser Fremdsprache in der Einführungsphase eine Teilnahmeverpflichtung von vier Wochenstunden. Diese Fremdsprache ist auch in der Qualifikationsphase mit vier Wochenstunden durchgehend zu belegen.

3) Die Schülerin oder der Schüler kann ein Fach für die gesamte Einführungsphase wählen oder für das zweite Schulhalbjahr ein anderes Fach als im ersten Schulhalbjahr.

4) Die Schülerin oder der Schüler muss drei der Fächer Biologie, Chemie, Physik und Informatik für die gesamte Einführungsphase wählen.

5) Die Schülerinnen und Schüler, die den Unterricht in der zweiten Fremdsprache ab dem 6. Schuljahrgang durchgehend besucht haben, sind nicht zur Teilnahme am Unterricht in einer weiteren Fremdsprache verpflichtet, wenn ein Beschluss des Schulvorstandes zur Einrichtung eines Wahlpflichtangebotes vorliegt und sie am Unterricht in zwei Wahlpflichtfächern mit insgesamt drei Wochenstunden teilnehmen.

6) Sport kann nur als Prüfungsfach wählen, wer in einem Schulhalbjahr der Einführungsphase zusätzlich Unterricht mit zwei Wochenstunden in Sporttheorie besucht hat.

(aus: https://www.mk.niedersachsen.de/download/124139/Die_gymnasiale_Oberstufe_und_die_Abiturpruefung.pdf, Stand 02/2019, zuletzt besucht 02.02.2021)

Wichtige Links zu den Unterrichtsinhalten der Einführungsphase und der Qualifikationsphase:

Einführungstage

Zu Beginn eines neuen Schuljahres finden die ersten zwei Unterrichtstage im Klassenverband zusammen mit den Tutorinnen und Tutoren statt. Diese Tage dienen dazu, dass sich Tutorinnen und Tutoren und Schülerinnen und Schüler kennenlernen können. Die Tutorinnen und Tutoren vermitteln die Anforderungen und Regeln sowie die Arbeitsweisen der in Sekundarstufe II. Gerade weil alle in dieser Zusammensetzung nur ein Schuljahr miteinander verbringen, ist es wichtig sich früh über die schulischen und beruflichen Perspektiven und Möglichkeiten auszutauschen. Die Einführungsphase nimmt als Zwischenjahrgang eine wichtige Orientierungsfunktion auf dem Weg zum Abitur ein.

Auslandsaufenthalt

Für Schülerinnen und Schüler kann ein Auslandsbesuch zu einer wichtigen Erfahrung werden, die sie während ihrer Schulzeit sammeln können. Auch in der Einführungsphase ist ein halb- oder ganzjähriger Auslandsaufenthalt möglich. Hierbei gilt es aber einige Voraussetzungen zu beachten:

Formale Voraussetzungen:

Es ist ein formloser Antrag zu formulieren, der von der Leitung der Sekundarstufe II genehmigt werden muss. Darüber hinaus sollte dringend geprüft werden, ob eine erfolgreiche Teilnahme der Qualifikationsphase auch ohne die Teilnahme an der Einführungsphase sinnvoll ist: „Der Schulbesuch im Ausland sollte nur dann angetreten werden, wenn zu erwarten ist, dass die Schülerin oder der Schüler nach Rückkehr am Unterricht mit Erfolg teilnehmen kann.“ (§ 4 EB-VO-Go).

Fachbelegung in der Auslandsschule (Mindestbedingungen):

  • zwei Fremdsprachen (FS-Regelung)
  • ein gesellschaftswissenschaftliches Fach
  • Mathematik (advanced level!)
  • eine Naturwissenschaft (Bi, Ch, Ph)

Darüber hinaus ist zu beachten:

  • Bedingungen zur Wahl der Prüfungsfächer in der Qualifikationsphase
  • angemessene Noten/Bewertungen in den an der Auslandsschule unterrichteten Fächern

Weitere Informationen sind zu finden unter:

ProSeKo in der Einführungsphase

ProSeKo steht für „Produktive Selbst-Kompetenz“. Seit 2015 können die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 im Rahmen von ProSeKo besondere Projekte als Workshops wählen, die von Lehrerinnen und Lehrern, Kooperationspartnern der Schule und auch Schülerinnen und Schülern angeboten werden. Feste Bestandteile in der Sekundarstufe I sind das Projekt „Soziales Handeln“, das Orchester und der Workshop „Arbeiten und Leben“. Ziel der Workshops soll es sein, mit nicht-unterrichtlichen Angeboten die Selbstständigkeit und Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schülern zu fördern. In Jahrgang 11 wird das Konzept weitergeführt, wodurch Kooperationsmöglichkeiten zwischen Sekundarstufe I und II ermöglicht werden. Die Workshops haben zum Ziel, Schwächen wahrzunehmen und abzubauen, Stärken zu nutzen und auszubauen und ein eigenes Profil zu erkennen und auszuschärfen. Das erfordert ein gewisses Maß an Selbstreflexion, das von den Tutorinnen und Tutoren beratend unterstützt wird. Die Schülerinnen und Schüler belegen i.d.R. in zwei Halbjahren im Umfang von zwei Wochenstunden je einen Workshop oder einen Workshop über beide Halbjahre hinweg.
Die Wahlen für die ProSeKo-Workshops finden über Moodle statt, jeweils zu Beginn des ersten Halbjahres und zum Ende des ersten Halbjahres für das zweite Halbjahr.
Das Angebot an Workshops in der Einführungsphase setzt sich zusammen aus Basisworkshops in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathe und Naturwissenschaften. Die Basisangebote können ergänzt werden um andere Fächer (z.B. die zweite Fremdsprache). Das hängt von den Ressourcen und Möglichkeiten der Kolleginnen und Kollegen ab.
Auch Schülerinnen und Schüler können selbstständig Workshops anbieten und durchführen. Wir unterstützen, wenn es um Räume oder Materialien geht.
Mit dem Zeugnis zum Ende des Schuljahres erhält jede Schülerin und jeder Schüler ein Zertifikat, das die besuchten Workshops und die Regelmäßigkeit der Teilnahme ausweist. ProSeKo ist ansonsten grundsätzlich unbewertet.

Sporttheorie

Die Schülerinnen und Schüler, die sich entscheiden in der Qualifikationsphase das Sportprofil mit Sport als Fach auf erweitertem Niveau oder als mündliches Prüfungsfach zu wählen, müssen im zweiten Halbjahr der Einführungsphase das Fach Sporttheorie zweistündig belegen. Das Fach gibt Einblicke in die Arbeit im Prüfungskurs Sport aus bspw. trainingswissenschaftlicher, gesellschaftswissenschaftlicher sowie motorischer Sicht. Zur Leistungsfeststellung ist eine zweistündige Klausur zu schreiben.

Versetzung in die Qualifikationsphase

Am Ende der Einführungsphase entscheidet die Klassenkonferenz über die Versetzung in die Qualifikationsphase. Grundlage der Versetzungsentscheidung sind die Leistungen in den Pflicht- und Wahlpflichtfächern. Bei zwei mangelhaften oder nicht glatt ausreichenden Leistungen von 1 bis 4 Punkten oder einer ungenügenden Leistung von 0 Punkten müssen entsprechende bessere Leistungen in anderen Fächern als Ausgleich nachgewiesen werden. Dabei können die Fächer Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik nur untereinander ausgeglichen werden. Über die Anwendung dieser Ausgleichsregelung entscheidet die Versetzungskonferenz, unter der Bedingung, dass eine erfolgreiche Teilnahme an der Qualifikationsphase erwartetet werden kann. Wer nicht versetzt wird, kann die Einführungsphase einmal wiederholen.

Hamburgfahrt

Der gesamte 11. Jahrgang fährt traditionell nach Hamburg. Die gemeinsame Jahrgangsfahrt dient der Unterstützung der Gruppendynamik für die Qualifikationsphase, denn in der Qualifikationsphase werden die Schülergruppen nochmal neu zusammengemischt. Gleichzeitig sollen die Schülerinnen und Schüler noch vor dem Abitur die Möglichkeit haben, ihren kulturellen Horizont als Vorbereitung auf das Abitur zu erweitern. Außerdem werden die Ergebnisse der Kurswahlen vorgestellt, eventuell erste Personalentscheidungen für das neue Schuljahr präsentiert oder ggf. Umwahlen vorgenommen. Die Hamburgfahrt ist dann auch der Zeitraum, um weitere Beratungsarbeit zu leisten.
Der 11. Jahrgang fährt immer im März eines Jahres für eine Woche nach Hamburg. Wir kommen in der Jugendherberge Horner Rennbahn (https://www.jugendherberge.de/jugendherbergen/hamburg-horner-rennbahn-522/portraet) mit Halbpension unter, die uns moderne Standards und einen relativ schnellen Zugang zur Innenstadt ermöglicht.
In den Fahrtkosten ist auch eine Drei-Tages-Fahrkarte enthalten, mit der die Schülerinnen und Schüler das gesamte Tarifgebiet Hamburg abfahren können. Diese dient zugleich auch als Ermäßigung in verschiedenen kulturellen Einrichtungen, andere Einrichtungen sind für Schülerinnen und Schüler sogar kostenlos.
Die Hamburgfahrt hat den Charakter einer Studienfahrt. Deshalb sind die Schülerinnen und Schüler damit beschäftigt, Kulturpunkte zu sammeln. Mit Kulturpunkten weisen sie nach, dass sie kulturelle Einrichtungen besucht haben. Zusammen mit den Tutorinnen und Tutoren unternehmen sie Ausflüge oder können ggf. auch bereits zukünftige Tutorinnen und Tutoren kennenlernen. Daneben ist aber immer noch viel Zeit für die individuelle Freizeitgestaltung.
In diesem Jahr fahren wir coronabedingt erst in der Woche vom 14. bis 18.06.2021.

Praktikum

Im Schuljahr 2020/2021 findet das Praktikum wegen der Corona-Pandemie leider nicht statt.