Nachdenkliche Stille und tosender Jubel

Die Frage liegt eigentlich nahe: wie viele Tropfen sind in einem Liter Wasser enthalten? Schätzen? Schwierig! Messen? Gute Idee, aber wie? Solche und ähnliche naturwissenschaftlichen Fragen stellten sich 170 Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs der IGS Wilhelmshaven am Dienstag, dem 27.11.2018 während des jährlich stattfindenden naturwissenschaftlichen Wettbewerbstag, dem NaWigator des IPN Kiel. Großen Jubel gab es , wenn viele der in Gruppen gegeneinander antretenden Kinder Stickstoff als das am häufigsten vertretene Gas in unserer Atmosphäre identifiziert haben; leiser blieb es, wenn eine Lösung zur Verwandtschaft der Fledermäuse nur wenigen einfiel. Ein kurzer Moment ratloser Stille kam bei der Frage nach der Tropfenanzahl auf. Dann tropften die ersten Gruppen vorsichtig Wasser in kleine Messbecher, zählten, rechneten auf einen Liter hoch und kamen in die Nähe des richtigen Ergebnisses von etwa 30.000 Tropfen.

Im zweiten Teil des Tages betreuten naturwissenschaftlich schon erfahrene Schülerinnen und Schüler eines Leistungskurses Physik die Jungforscher bei Experimenten beispielsweise zu erstaunlichen Eigenschaften verschiedener Stoffmischungen und ähnlicher Experimente. Der Leistungskurs hat diesen Tag seit Beginn des Schuljahres im Rahmen eines eigenständig durchzuführenden Projekts geplant, die Experimente vorbereitet und angeleitet, Lösungsideen medial aufbereitet und letztlich ihren jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern bei der Umsetzung geholfen, wo es nötig war.

Als Rückmeldung zum NaWigatortag musste jede Gruppe ein Werbeplakat für den nachfolgenden fünften Jahrgang malen; besonders beeindruckt hat in diesem Jahr wohl das Einstiegsquiz und die Treibsandsimulation. Bei der Siegerehrung gab es als Klassengewinn für die Stammgruppe 6.2 als ersten Preis einen Eisgutschein des Elternvereines. Da kam dann auch nochmal ganz großer Jubel auf.

NW-Olympioniken gehen in die zweite Runde

Wie schon im letzten Jahr haben auch jetzt wieder Schüler der IGS an den anspruchsvollen Naturwissenschafts-Olympiaden teilgenommen. Unsere drei Kandidaten Eric Tscherbatko, Tim Poppen und Robert Karimov haben sich dabei ausgezeichnet geschlagen und die zweiten Runde erreicht, in der es eine Klausur zu bearbeiten galt. Wenn sie dort genauso überzeugen können winkt die Teilnahme an einem Seminar, in dem junge Menschen für das deutsche Team der internationalen Physik- bzw. Biologieolympiade in Israel ausgewählt werden.

Im Dezember werden die Ergebnisse erwartet. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Auf dem BIld sieht man Robert (rechts) und Tim (links) nach ihrer 180-minütigen Physikklausurbearbeitung.

Eierfliegen feiert Jubiläum

Zum zehnten Mal flogen an der IGS Wilhelmshaven biologisch erzeugte Eier aus dem Lichthof derSek2 auf den etwa 4,50m entfernten Boden. Wie schon in den Jahren zuvor mussten sie dabei eine Flugzeit zwischen zwei und fünf Sekunden einhalten. Die Flugphase musste von allen Teams des elften Jahrgangs berechnet und dokumentiert werden. Am besten ist es in diesem Jahr dem Team ETRY&Co aus der 11.4 gelungen.

Die Konkurrenz war dem Team dicht auf den Fersen, auf die Plätze schafften es die Teams EggBrains & Tree sowie das „Fallobst“.

    

Besonders schön war der Besuch von Klaus Harries, mittlerweile pensionierter Physiklehrer der IGS, der das Eierfliegen vor zehn Jahren ins Leben rief und den erstmalig überreichten Wanderpokal an das Siegerteam übergeben konnte.

Die Physiklehrkräfte der IGS freuen sich über einen gelungenen Tag mit einer guten Mischung aus Spaß, kreativen Momenten und angewandtem Physikkompetenzen und auf das Eierfleigen 2019.

IGS-Teams fahren zu Wettbewerben nach Wolfsburg und Bad Honnef

Unter vollständig anderen Voraussetzungen haben sich drei Teams aus Schülern der IGS Wilhelmshaven besonderen Aufgaben gestellt und sind mit Unterstützung der Jade-Hochschule, des Lernorts für Natur und Technik in Wilhelmshaven, zahlreicher Sponsoren aus Wilhelmshaven (die WZ berichtete) und der IGS zu regionalen und bundesweiten Wettbewerben angetreten, um Projekte zu realisieren, die weit über den normalen Schulstoff hinausgehen, eine „Challenge“ darstellten, bei der junge Menschen wachsen und bei der sie mit Stolz auf Ergebnisse zurückblicken können, die sie in der Form zuvor vielleicht noch nicht erreicht haben. Doch worum ging es?

Mattis Witte, Christoph Ehlers, Jendrik Reeh, Nils Midecke, David Seemann, Jack Jacobs, Malte Buß und Evan Tutulea waren die Teams Testsieger und Slugrace, die im August 2017 im Lernort begonnen haben, einen Rennwagen am Computer zu entwerfen, damit dieser, angetrieben durch eine Gaskartusche, auf einer 25m langen Rennstrecke mit einer Spitzengeschwindigkeit von etwas 100km/h heil ins Ziel kommt. Dabei ist der Entwurf des Autos auf der Grundlage eines umfassenden Anforderungskatalogs nur ein Teil des von Nordmetall organisierten Wettbewerbs. Das Auto muss gefräst, grundiert und lackiert werden. Die Teams mussten Achsen, Kugellager und Räder anpassen, eine Teambox ausstatten, eine umfassende Darstellung ihres Produktionsprozesses in einem Portfolio darstellen und alle Ergebnisse in zwei Interviews vor einer Jury aus Experten von Nordmetall und der Autostadt Wolfsburg erläutern und rechtfertigen. Obwohl beide Teams nur ein halbes Jahr an dem Projekt arbeiten konnten wurde in einer hektischen Schlussphase doch noch alles fertig; Urkunden mit guten Platzierungen konnte der stellvertretende Ministerpräsident Niedersachsen, Herr Bernd Althusmann, den beiden Teams am Ende des Wettbewerbstags aber leider nicht überreichen, obwohl eines der beiden Autos letztlich sogar die fünftschnellste Zeit erreichen konnte. Der Fokus liegt nun auf der Regionalmeisterschaft im kommenden Jahr, zu der ein großer Teil der Teammitglieder wieder antreten und diesmal auch mit guten Platzierungen nach Hause fahren möchte.

Einem ganz anderen Projekt haben sich Pascal Pflüger und Tim Poppen gewidmet. Hier ging es nicht darum, breit angelegte Kompetenzen unter Beweis zu stellen sondern darum, ein eng umrissenes Problem mit sehr viel Tiefgang zu bearbeiten. Dabei haben die beiden aus 17 Experimenten der DPG (Deutsche physikalische Gesellschaft) zwei ausgewählt, sie durchgeführt und den physikalischen Hintergrund erarbeitet. Pascal brachte eine Nickelscheibe mit Hilfe eines Magneten und einer Kerze zum Drehen und Tim untersuchte das (überraschende) Phänomen, dass sich das Gewicht einer Sanduhr auf einer Waage während des Durchlaufens ständig ändert. Beide mussten ihre Ergebnisse beim Regionalentscheid in Papenburg vorstellen, wurden aus dem Stand Sieger und fuhren Ende Februar zum Bundesentscheid in Bad Honnef, bei dem ein umfassendes Begleitprogramm für Schülerinnen und Schüler geboten wurde, die in physikalischen Fragen besonders interessiert und leistungsstark sind. Der 21. Platz von 85 Teams war für beide ein toller Erfolg – in neuer Besetzung soll es nächstes Jahr einen neuen Anlauf geben.

Links zu den Veranstaltungen:

http://racingtv.de/livestream-f1-in-schools-regionalmeisterschaft-mitte-autostadt-wolfsburg-2018/

https://www.gypt.org/neuigkeiten/bericht-gypt-2018.html

Tim und Pascal fahren zum Bundesfinale

GYPT – German Young Physicist’s Tournament

Sie haben sich mit anspruchsvollen Aufgaben intensiv auseinandergesetzt und einigen Aufwand betrieben. Letztlich brachte Pascal aber seine Curie-Point-Engine ans Laufen und Tim konnte detailliert erklären, warum eine Sanduhr auf einer Waage laufend ein anderes Gewicht anzeigt.

Am Montag, dem 29. Januar 2018 hatten die beiden in Papenburg ihre Ergebnisse auf Englisch einem Publikum aus Konkurrenten und Jury vorzustellen. Das kam gut an – sehr gut sogar. Beide fahren vom 16.-18.Februar in die Nähe von Bonn, um Maschine und Sanduhr auf Bundesebene vorzustellen. Davon berichten wir ab Mitte Februar ausführlich.
Die beiden Aufgaben und 15 weitere interessante Herausforderungen findest du unter

https://www.gypt.org/

Es lohnt sich, mal hereinzuschauen.

IGS-Schüler feiern Erfolge in Physik-Wettbewerben

Fördern und fordern ist ein wichtiger Leitgedanke der IGS Wilhelmshaven. Regelmäßig stellen sich in diesem Sinne Schülerinnen und Schüler der Schule verschiedenen Wettbewerben und loten ihre Leistungsfähigkeit aus.

In diesem Jahr freut sich Tim Poppen aus dem zwölften Jahrgang über eine sehr erfolgreiche Teilnahme an der Physikolympiade. Er hat nahezu alle Aufgaben richtig bearbeitet, brütet schon über den Aufgaben der zweiten Runde und wird im Rahmen der nächsten großen Konferenz die verdiente Urkunde überreicht bekommen.

In einem anderen Wettbewerb um die besten Facharbeiten hat Pascal Pflüger den ersten Preis der Universität Oldenburg gewonnen. Er ist mit Experimenten und selbstgebauten Messgeräten der Frage auf den Grund gegangen, ob die Wikinger vor 1000 Jahren möglicherweise mit einem durchsichtigen Kalkspatkristall in der Lage waren, bei bedecktem Himmel im Nordmeer den Sonnenstand zu bestimmen. Dies könnte erklären, wie sie ohne Kompass oder andere modernere Navigationshilfen in der Lage waren, den Weg nach Amerika hunderte von Jahren vor Kolumbus zu finden.
Seine Ergebnisse hat Pascal im großen Hörsaal der Universität vor über 250 Zuhörern präsentiert und Glückwünsche sowie Buchgeschenke der Uni entgegengenommen.

Damit auch Schülerinnen und Schüler der kommenden Generationen die Lust und den Mut haben sich fordern zu lassen, findet zurzeit im gesamten sechsten Jahrgang der IGS die jährliche Junior-Naturwissenschaftsolympiade statt – um junge Forschende zu finden, zu fördern und sie hoffentlich in einigen Jahren feiern lassen zu können.

Olympisches Wissenschaftsfeuer brennt wieder

In der Klebewerkstatt: 200 IGS-Schüler untersuchen Kernseifen – Stärke – Kleber

Wieder einmal messen sich 180 Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs der IGS Wilhelmshaven bundesweit in der internationalen Wissenschaftsolympiade des Instituts für Naturwissenschaften der Universität Kiel, der IJSO. Ziel des Wettbewerbs, der in weiten Teilen während des Unterrichts durchgeführt wird und von motivierten Kindern zuhause vertieft und verfeinert werden kann, ist es, das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomen zu wecken und das besondere Vorgehen bei experimentellen Fragestellungen zu erfahren. So müssen beispielsweise vier Proben unterschiedlicher Mengen von geraspelter Kernseife und Kartoffelstärke mit Wasser vermischt und in Wasserbädern erhitzt werden; dabei liegt eine Schwierigkeit darin, möglichst ähnliche Bedingungen für die Herstellung zu garantieren, um die Proben später auf ihre Klebewirkung hin vergleichen zu können.

Während es für die Wettbewerbsneulinge im sechsten Jahrgang meist „olympisch“ zugeht, treten aber auch Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge an, um die erste und vielleicht auch die zweite Runde des Wettbewerbs zu überstehen, um dann niedersachsenweit mit den Bestplazierten um eine Fahrkarte zum Bundesfinale zu kämpfen. Dafür muss man dann aber auch schon ein bisschen was über Polysaccaride als Dispersionsklebstoff im Kartoffelkleister wissen. Na, dann viel Erfolg!

Auf den Photos sieht man Schülerinnen des sechsten Jahrgangs während des Wettbewerbstages, der seit einigen Jahren im Vorfeld der Olympiade durchgeführt wird. Betreut werden die Schüler vom Wahlpflichtkurs des siebten Jahrgangs, der die Versuche noch vom letzten Jahr kennt. Klassensieger wurde in diesem Jahr die 6.5, die beste Gruppe bestand aus Anna, Mia, Leonie und Maxi , kam aus der 6.4 und war dem Nobelpreisträger J.F. Enders zugeordnet. Dieser hat 1954 den Nobelpreis für seine Forschung bekommen, die wesentlich zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Kinderlähmung beigetragen hat.

Im Team-T-Shirt vor der Boxengasse

IGS Rennteams erzielen Spitzenzeiten

Es war ein langer Weg für die beiden Formel-1-Teams der IGS Wilhelmshaven. Von Mitte September bis zur hektischen Phase im Februar kurz vor dem Renntag zur niedersächsischen Meisterschaft in der Jade-Hochschule war Durchhaltevermögen bei der Arbeit im Lernort für Natur und Technik gefragt. Am Ende konnten sich aber beide Teams aus Jahrgang 9 und Jahrgang 11 angemessen präsentieren.

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Bilder:    oben die beiden Teams (Keno,Ivo, Paul, Julius und Michelle, Tomke, Ronja,
unten die Anzeigetafel und die Rennbahn

Nach dem Aufbau der Boxengasse am Freitag, 19.02.2016 begann der Renntag bereits am Samstag um 8.00 Uhr morgens. Der Parkplatz der Jade-Hochschule war trotz der ungewöhnlichen Zeit voll und der Dauer-Nieselregen hätte auf schlechte Rennbedingungen hingedeutet, wenn die Rennen nicht im Innenbereich auf einer 25m langen Rennstrecke, mit per CAD konstruierten und aus Leichtschaum ausgefrästen und mit einer CO2-Patrone beschleunigten Fahrzeuge stattgefunden hätten.

Im Rennen konnten beide Teams gegen ihre direkten Gegner überzeugen und legten als Neulinge gute Zeiten vor, die letztlich nur von zwei (von 23) anderen Teams unterboten werden konnte. Das ist einen großen Glückwunsch und ein Ausrufezeichen wert! Strafpunkte mussten beide Teams leider hinnehmen, da die Wagen das Rennen, in dem immerhin etwa 90 km/h erreicht werden, beim Bremsen nicht heil überstand. Das lässt sich sicher bei einem neuen Start im kommenden Jahr noch verbessern.

Gegen 17.30 Uhr war der Tag vorbei, Präsentationen des Teamkonzepts und der Boxengasse sowie einige Rennen lagen hinter den beiden Teams. Es bleiben 8 T-Shirts, 6 Rennautos sowie viele Erfahrungen und Erinnerungen. Ein großer Dank geht an Herrn Breiter und den Lernort für die Unterstützung der beiden Teams. Auf ein Neues im kommenden Jahr. Die nächsten Teams sind schon in der Vorbereitungsphase.

Mysteriöse Phänomene

Am Tag der SchiLF waren Prof. I. Eilks, Johanna Dittmar und Dr. Dörte Ostersehlt von der Uni Bremen n Expertinnen für mysteriöse Experimente der Naturwissenschaften an die IGS gereist, um 17 Kolleginnen und Kollegen der IGS und der KGS Wittmund in die Geheimnisse einzuweisen.

Löcher in Händen, eine Cola-Mentos-Fontäne und magischen Sand haben die Bremer mitgebracht, einiges davon wird in den nächsten Wochen und Monaten im Unterricht zu bestaunen sein.

Einen Vorgeschmack bietet der magische Garten, der in weniger als einer Minute aus kleinen Kristallen emporwächst. Einfach schön. Magisch.

SchiLF IGS TEMI 1 (3)